Sonntag, 26. Februar 2017

In Nepal angekommen

Samstag, 25. Februar 2017

15 Uhr in Berlin. 19:47 in Kathmandu.
Vor 24 Stunden bin ich aus Berlin / Tegel abgeflogen.
Nach ca 2:20 Std in Istanbul gelandet und dann noch mal über 6 Std weiter nach Kathmandu. Die Zeit im Flugzeug war wie immer mehr oder weniger erträglich bis schrecklich, letzteres, wenn man anfangen würde darüber nach zu denken.
Die Einreise ging fix. Dann aber an der Gepäckausgabe --- kommt das Gepäck, wenn es nicht in Folie eingeschweisst ist, überhaupt an?
Warum sind die meisten Gepäckstücke sowohl mit Folie umwickelt als auch mit Seilen mehrfach umknotet? Bringen die Reisenden hauptsöchlich TV s mit in Originalverpackung? Oder wird der Karton anderweitig genutzt?

Der Anschlussflug nach Pokhara sollte in knapp 1,5 Std starten. Ist das zu schaffen? Gott seis gedankt war ich viel zu müde, um weiter darüber nach zu denken.

20:12 nicht geschlafen. Schrecklich müde. Ich mag diese Stadt auch beim zweiten Mal sehr ....

Sonntag, 26. Februar 2017

um 6:00 am aufgestanden, mit dem Taxi zum Flughafen für 800 Rupies, eingecheckt, verhandelt, dass ich das Übergepäck über 11 kg nicht noch mal bezahlen werde (660.-) und über die security (eine farce) in den Warteraum gekommen, um an dem Anzeigebildschirm die Ankündigung zu lesen: delay.
Na super.... dann aber endlich, nach 1 Std, doch zum Flugzeug gebracht worden. Die kleinste Maschine, die dort herumstand. Keine Ahnung welch ein Modell, aber mit ca 16 Sitzplätzen.
Nach ca. 30 Minuten sind wir dann in Pokhara gelandet und wieder, wie auch bereits tags zuvor bei der Landung in Kathmandu, hat die Maschine bei Rückenwind aufgesetzt. Hier landen die Maschine offensichtlich immer nur in eine Richtung auf der Landebahn. Seltsamerweise Richtung Norden. Der Wind müsste meist, was er auch tat, aus Süden kommen.
Juddha hat mich, wie versprochen, abgeholt und er ist mit seinem Motorrad und ich per Taxi zum Hotel Harmony gefahren, Lakeside Pokhara. Blöderweise habe ich über booking.com reserviert. Deshalb muss ich a) auch die gestrige reservierte Nacht bezahlen und b) hätte ich von Puspa einen besseren Preis bekommen.
Na egal, ist als Lehrgeld zu verbuchen. Sollte ich für nächstes Jahr eine Flugreise hierher über die Norddeutsche anbieten, umso besser jetzt den ein oder anderen "Fehler" zu machen ...

Dann ging es gegen 12:00 hoch zum Startplatz. Ich mag Juddha.
Wir werden die 14 Tage, die ich hier bin, zusammen verbringen und fliegen und gemeinsam Pläne schmieden, welches Reiseangebot wir für interessierte Piloten anbieten werden. Sarangkot hing teilweise in Wolken, aber man hatte immer Erdsicht. Wieder hatte ich, wie beim letzten Mal, erlebt, dass man hier auf den Startplätzen gutes Schirmhandling beherrschen sollte.
Nach dem Start ging es erstmal zäh bis ich endlich einen Einstiegsbart fand, der mich nach oben trug. Irgendwann gesellte sich dann einer der vielen Raubvögel, die sich hier tummeln, zu mir. Anfangs hatte ich ein mulmiges Gefühl nach der Erfahrung, die Michael in Australien mit einem Adler gemacht hatte, der ihn attackierte und den halben Schirm in Fetzen riss. Aber bald war klar, dass dieser Vogel einfach nur mit mir fliegt. Alles war super bis ich aus den Augenwinkeln einen Schirm wahr nahm, der sich im Spiralsturz befand. Auf der rechten Seite hatte er einen riesigen Verhänger und wenige Sekunden später schlug er auch schon am Hang ein. Was für eine Scheisse. Ich musste mich zwingen mich auf mich und meinen Schirm zu konzentrieren und nicht drüber nach zu denken, was wohl dem Piloten passiert sein mag.
Später dann im office habe ich erfahren, dass er im Krankenhaus liegt und seine Beine nicht mehr bewegen kann.

Um hier safe zu fliegen ist aktives Fliegen unumgänglich und man sollte im Blut haben was bei einem Verhänger zu tun ist: abdrehen im Absatz verhindern, Schirm stabilisieren und im Geradeausflug halten.

Juddha und ich haben uns nach der Landung um den ganzen Papierkram gekümmert, den man braucht, wenn man hier fliegen möchte. Das Ausstellen dieses erforderlichen Papiers kostet zwischen € 70.- und € 90.- und gilt für 14 Tage. Ist unumgänglich. Oft wird man auf dem Weg zum Startplatz angehalten und kontrolliert.

Das also zum ersten Flugtag in Pokhara. Ich bin immer noch sehr müde und kann heute hoffentlich gut und tief durchschlafen. Morgen früh wollen Juddha und ich uns um 9:00 Uhr treffen.

In meinem Bauch krummelt es. Hoffentlich bleibt es nur beim Rumoren. Ich hätte heute morgen nicht das Gemüsesandwich am Flughafen kaufen sollen. Aber ich war hungrig gewesen und die einzige Alternative wäre ein Hühnchensandwich gewesen.
Ansonsten habe ich mir heute abend wieder ein vegetarisches Set gegönnt: Reis, Linsensuppe, Gemüse, Yogurt .... gibt es mit und ohne Fleisch und kostet zwischen 250.- und 450.- Rupies. Cola, Wasser, Limo kosten umgerechnet nicht mal € 1.-, Bier zwischen € 3.- und € 4.-. Ähnlich der Wein. Nepalesischen Wein kann ich nicht trinken, viel zu süss.

Seid nicht böse, dass ich bisher kaum Fotos poste. Erstens habe ich kaum fotographiert und zweitens ist das Internet nach wie vor eine Katastrophe. Ich bin froh, wenn ich den Text hochladen kann ohne dafür Stunden zu brauchen. Das wird echt nicht einfach werden immer zeitnah zu bloggen während unserer Clownstour. So long fürs erste --- bin einfach sch... müde :-)

Sonntag, 19. Februar 2017

Vorbereitung für die Nepalreise

Am nächsten Freitag ist es also soweit ins Flugzeug Richtung Nepal zu fliegen. Erst einmal nach Kathmandu, dann nach Pokhara. 2 Wochen werde ich dann in Pokhara sein. Am 10. März reffe ich mich mit den Clownskollegen in Kathmandu, um auf "Clownsreise" zu gehen. Zunächst in Kathamandu.

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Samstag, 18. Februar 2017

Nepal 2 years later in 2017

Heute in 1 Woche werde ich in Pokhara sein. Wahnsinn

Sonntag, 4. Dezember 2016

Nepal 2017

Ein weiteres mal werde ich Nepal besuchen...

Mittwoch, 25. Februar 2015

Pune - letzter Tag

Die Schmerzen sind nur noch bei wenigen Bewegungen spürbar. Vielleicht heilt es schneller als gedachti.

Der Rückflug ist aber gebucht und ich habe heute morgen die Stadt erkundet. Zunächst habe ich zu Fuss das Osho Meditation Resort versucht ausfindig zu machen, das nicht weit von dem Hotel, in das ich mich einquartiert habe, entfernt sein müsste. Den Fussmarsch von der 5. Lane, in der ich wohne, zur 1. Lane habe ich doch etwas unterschätzt.

Ich war etwas verwirrt als ich in der 1. Lane angekommen überall Strassensperren ausfindig machte, auf denen Police Station stand. Ich befand mich aber nicht bei einer Police Station, sondern vor dem "Hochsicherheitstrakt" des Osho Maditation Resorts.

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Um das Resort besuchen zu können, muss man sich erstmal für umgerechnet 20 € registrieren inkl. eines HIV Tests.
Diese Registration ist angeblich einmalig. Benötigt wird der Pass und ein gültiges Visum.
Darüberhinaus muss man pro Tag einen Eintritt von Rs 1560 bezahlen (ca 23 €)
Um im Resort sich tagsüber aufhalten zu dürfen benötigt man zusätzlich eine weinrote Robe, die man am Eingang erwerben kann. Für die Abendmeditationen braucht man eine weisse Robe ( kann natürlich ebenfalls am Eingang erworben werden).
Da ich mir vorgenommen hatte, die shopping area von Pune zu besuchen, die der Lonely Planet bewirbt, habe ich auf den Besuch des Osho Centers verzichtet.

Mit einer Riksha habe ich mich dann in die Mahatma Ghandi Rd bringen lassen zu einem der beiden Souvenirläden von Pune.

Dort kann man allen möglichen Nippes kaufen: Elefanten aus Holz, Bilder aus filigranem Holz gebastelt, Schmuck, Teppiche, Saris, Schals, Tücher --- alles, was das Herz begehrt.

Und vor allem Klamotten: sowohl in indischem als auch europäischem Stil:

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Diese Frau ist echt:

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Nach 2 leckeren Mangosäften auf einem Balkon mit Blick über die "shopping mall" habe ich versucht mich zu Fuss auf den Rückweg zu machen. Irgendwann habe ich aufgegeben und mich einer Riksha anvertraut, von der ich mich bei einem Friseur habe absetzen lassen ganz in der Nähe des Hotels.
Gestern hatte ich mich dort bereits erkundigt, wieviel es kosten würde, mir die Haare waschen und kämmen zu lassen.
Den Luxus für umgerechnet 4,50 € habe ich mir heute dann gegönnt.

In etwa 12 Std werde ich hoffentlich am Flughafen in Pune mein Gepäck eingecheckt haben und auf das Boarding warten.

Kamshet

Startplatz
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Für den ein oder anderen Piloten nicht gross genug.

Dienstag, 24. Februar 2015

why leaving india

24.02.2015
Nachtrag - welcome in India.
1,5 Std vor Abflug in Kathmandu kam ich aus Pokhara an. Also nix wie so schnell wie moeglich Gepäck am nationalen Part des Flughafens abholen und ab zum internationalen Checkin.
Letztlich hat alles super geklappt und die Maschine nach Mumbay hatte kaum Verspätung.
Gegen 18 Uhr kam ich in Mumbay an. Aufgrund meiner Erfahrung vor 2 Jahren bei der Ankunft in Kolkata war ich auf alles vorbereitet.
Doch welch eine Überraschung. Ich fand mich in einem hochmodernen, sauberen Flughafen wieder. Der Mumbayer Flughafen könnte fast Abu Dabi Konkurrenz machen. Aber nur fast ;-)

Der bei Native Place gebuchte Taxifahrer war auch anwesend und so ging es ohne grosse Komplikationen gleich weiter nach Kamshet in das Nirwana Paragliding Camp. Die Fahrt dauerte ca 4 Std, d.h. gegen 23 Uhr wurde ich am Camp abgesetzt.

Ich fand mich in einem verwinkelten, labyrintischem Gebäude wieder und wurde erstmal ins Ladies Dorme gebracht. Ein Zimmer mit 3 Stockbetten, mit Zugang zu einem Toiletten / Duschraum, in dem nur Frauen untergebracht werden. Ein kurzer Hinweis, dass ich mir auf der Dachterrasse vom Buffet etwas zu essen nehmen könne. Dann war ich auch sofort wieder auf mich alleine gestellt.
Auf der Dachterrasse wurde gefeiert. Eine Truppe von ca 15 Leuten feierten irgendjemands Geburtstag. Es stellte sich für mich bald heraus, dass das Geburtstagskind eine grosse Klappe hat und glaubt witzig zu sein. Weitere Eindrücke werden nich folgen ----

Ehrlich gesagt war mein erster Gedanke:
Wo um Himmels willen bin ich hier gelandet? Was für - unangenehme - Leute sind das denn!

Das Essen war ok und bald sprach mich eine junge Frau an, dass in dem Stockbett, das man mir zugeteilt habe, eine grosse Spinne sich befände.
Na super.

Dem war auch tatsächlich so. Ein riesiges schwarzbeiniges Ungetüm klammerte sich an die Matratze. Kein willkommener Bettgenosse für mich. Irgendein Typ vom Personal kümmere sich letztlich darum. Irgendwann konnte ich dann auch endlich in Erfahrung bringen, wann es am nächsten Morgen los gehen wird zum Startplatz: 8 Uhr.

Um ehrlich zu sein, war ich etwas überrascht, dass man sich so früh auf den Weg machen wird.

Letztlich ging es am nächsten Morgen gegen 08:30 in 2 Jeeps los. Neben mir sass ein Pilot, offensichtlich aus Frankreich, der auf jede Frage eine dämliche Antwort wusste. Es stellte sich im Lauf der 2 Tage heraus, dass er sich des öfteren für 6 Monate in Kamshet aufhält und für Nirwana flights Tandems fliegt.

Gegen 11:00 waren wir dann am Startplatz, einem grossen Plateau mit 2 kleineren Erhebungen als Starthügel, die jeweils von den unterschiedlichen Agenturen genutzt werden. Bis ich mich endlich zurecht gefunden hatte wie das da so tickt, fand ich mich plötzlich in Startbedingungen wieder, die ich keineswegs moderat empfand. Im Gegenteil. Innerhalb von wenigen Minuten fegten plötzlich bis zu 35er Boeen ueber das Plateau. Ich entschied, nicht zu starten. Einige der Piloten, die sich noch irgendwie rausgehauen hatten mussten sich bald mit schwer landbaren Bedingungen auseinander setzen.
Letztlich hing ich mit noch ein paar anderen Piloten 4 Stunden lang da oben in der prallen Sonne am Startplatz rum und wartete auf startbare Konditionen.

Nach dem Landen tat es mir fast schon in der Seele weh, wie mein Glider und mein Gurtzeug aussehen. Immer noch! So viel Staub und Dreck ... unglaublich.
Gegen 21 Uhr lag ich vom Staub, Dreck und der vielen Sonne totmüde in meiner Stockbettetage.
Auf der Rückfahrt ins Camp machten wir noch Stop in Kamshet. Ich unternahm den kläglichen Versuch eine Simkarte zu kaufen. Ein indischer Kollege warnte mich, dass ich als Ausländerin keine Simkarte bekäme. Ich konnte und wollte es nicht glauben. Aber tatsächlich. Ich bekam keine Simkarte. Angeblich wegen terroristischer Vorkehrungen. Im Camp gibt es auch kein Internet, geschweige denn WLan. Tief im Innersten wusste ich bereits, dass ich mich in "Native Place" nicht sehr lange aufhalten werde.

Am nächsten Morgen ging es auch wieder gegen 08:30 los. Diesmal nur mit 1 Jeep. Wir waren ausser dem Fahrer zu fünft: der französische Tandempilot, ein älterer Gelegenheits-Pilot aus Frankreich auf Urlaub und das Grossmaul vom ersten Abend, das Geburtstag gefeiert hatte und ein Inder. So richtig klar war mir die Konstellation nicht, wer denn nun freier Pilot, wer einen Kurs gebucht hatte, ob der Tandemheini nun auch als instructor fungieren würde ---

Ausser dem Tandemheini starteten alle und es wurde offensichtlich, dass der Tandemheini den indischen Piloten coached. Die Anderen soffen ab. Ich konnte mich ganz gut halten und flog ein knappes Stündchen in den relativ soften Bedingungen. Nachdem ich gelandet war fragte ich, ob wir denn nun ins Camp zurück fahren könnten. Die Anderen wollten noch mal hoch zum Startplatz und ich entschied mich dafür, statt wieder in der prallen Sonne wie tags zuvor zu braten, auch noch einmal mit nach oben zu fahren.
Am Startplatz angekommen konnte ich feststellen, dass es merklich aufgefrischt hatte und bereits zu stärkeren thermischen Ablösungen kam. Also, dachte ich, nicht lange warten, fertig machen und starten. Der Tandemheini half noch dem indischen Piloten, startete selbst null komma nix und ich sortierte final meine Leinen als ich plötzlich völlig unerwartet von hinten einen Schlag bekam und über das steinige Plateau gezerrt wurde. Das Grossmaul, das etwa 70 m schräg hinter mir gestanden war, schlug mich von hinten um, weil er seinen Schirm nicht unter Kontrolle hatte. Was und wie genau es passiert ist, weiss ich nicht.

Mein Unterarm ist angebrochen und ich habe für Donnerstag früh um 05:30 einen Rückflug von Pune nach Berlin. Das ist nun die Geschichte, weshalb ich die Reise abbrechen werde.
Ich habe weder Lust mich während der nächsten zwei bis drei Wochen mit dem 25 kg schweren Gepäck rumzuschlagen noch die nächsten 2 Wochen hier in Pune rum zu hängen.

Selbst in Pune konnte ich keine Simkarte erwerben, die sofort gültig wäre. Aber ich habe wenigstens WLan in einem Middleclass Hotel in der Nähe des Osho Centers am Koregaon Park. Seit der Portier mitbekommen hat, dass ich verletzt bin, ist er sehr hilfsbereit und zuvorkommend.

Den ganzen Tag habe ich damit verbracht mir vom Arzt Unterlagen zu besorgen, mit denen mir vielleicht die ein oder anderen Umbuchungsgebühren und medizinischen Kosten erstattet werden, mit einer Flugbuchung und mit der Organisation meiner Rückreise. Der Arm tut mehr oder weniger höllisch weh, ist geschwollen und das trocken, heisse Klima hilft nicht unbedingt, um sich wohler zu fühlen.

Morgen werde ich noch ein bisschen die nähere Umgebung erkunden, vielleicht noch ein bisschen shoppen gehen, mir die Haare waschen und kämmen lassen ( die Mähne lässt sich einarmig echt nicht bezwingen) und dann geht es mitten in der Nacht los back to Europe.
Bye bye India.

Montag, 23. Februar 2015

Pune - good bye india

Werde die Resie abbrechen. Morgen Genaueres, weshalb.
Wann ich einen Rückflug bekommen werde ist noch ungewiss.

Ich hoffe fuer Donnerstag.

Nachtrag von vor 2 Tagen - Abflug aus Pokhara

21.02.2015
Der Flug nach Kathmandu wird nicht pünktlich starten. Heute nacht und am frühen motgen hat es stark geregnet. Die Wolken hängen tief. Wann der Flug stattfinden wird ist unklar. In einer oder in zwei Stunden? Who knows.
Ich hoffe nur den Anschlussflug nach Mumbay nicht zu verpassen.

Am Donerstag nachmittag sind Johannes und ich nach Pokhara zurück gekommen. Der Jeep holte am vormitttag unser Gepäck im Camp ab und fuhr es ins Tal. Wir bekamen irgendwann die Info, dass uns ein Taxi am Landeplatz an der Strasse nach Pokhara abholen würde.
Gegen 11:30 machten wir uns auf den Weg zum Startplatz. Gegen 12:30 startete ich. Anfangs fühlte es sich ok in der Luft an. Leider nicht lange. Schon bald musste ich feststellen, dass ich mich inmitten eines Wildbaches aus Luftbewegungen befand. Es ging hoch, runter .... Die Wetterküche brodelte und kochte. 15 Minuten später kämpfte Johannes immer noch am Startplatz mit den Startbedingungen. Ich flog noch mal zurück, um mich plötzlich in Luftmassen zu befinden, die ich ganz und gar nicht lustig fand. Nach 30 Minuten entschloss ich mich raus ins Tal zu fliegen in der Hoffnung auf einen halbwegs ruhigen Abgleiter zum Landeplatz.
Nichts da. Auch dieser Abflug war nur ungemütlich und pumpy. Ich wünschte Johannes noch viel Spass im Suppentopf und ging landen. Über dem Landeplatz kreisten eine Unmenge an Geiern und am anderen Flussufer tummelten sich auch eine Menge. Ein Nepali erzählte mir, dass dort ein Aas liegen würde.
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Das war also mein letzter Flug vom Sirkot. Tags zuvor waren die Bedingungen etwas sanfter gewesen. Soweit man von "sanft" sprechen kann.
2 Tandems sind auch unten eingelandet. Allerdings am anderen Flusssufer. ich war etwas verwirrrt.
Entschied aber dann nicht dort, sondern am "offiziellen" Landeplatz zu landen, der teilweise von einer Herde Ziegen und Rindern okkupiert war. Die Stromleitung, die ich auf der anderen Seite ausfindig machte war mir nicht geheuer.

Einer der Tandems, namens Sankor ist mit seinem Passagier und mir Richtung Jeephaltestelle gelaufen. Der Passagier ist der kleine Bruder von Babu, der sich in Pilotenausbildung befindet.
Sankor sprach halbwegs gut englisch, so dass ich endlich ein paar Infos bekam über das Camp.
Wir machten wieder wie auch tagszuvor an einer Bude halt und assen leckere Nudelsuppe.
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Frisch gestärkt machten wir uns nach ca einer Stunde wieder auf den Weg zur Jeephaltestelle.
In welchen Abständen diese fahren konnte ich nicht wirklich ausfindig machen. Auf alle Fälle war der erste Jeep gerammelt voll u.a. mit einer halben Schlafzimmereinrichtung.
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Kurze Zeit später tauchte eine Hochzeitsgesellschaft auf, die musizierten und tanzten. Die Braut war abseits untergebracht. Es scheint üblich sein, dass die Braut komplett in rot vermummt im Abseits gehalten wird.
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Ich musste auch ein Tänzchen machen.
Dann kam irgendwann ein zweiter Jeep, in den wir uns quetschten. An jeder Ecke, an jedem Baum hielt dieser an, um entweder irgendetwas abzuladen oder, weil jemand aussteigen wollte. Richtung Norden hingen über den Gipfeln bereits fette, dunkle Regenwolken. Wir haben es grade noch geschafft oben anzukommen bis die ersten Böenwalzen über das Gelände fegten. In Richtung Norden war es kohlrabenschwarz. Und tatsächlich irgendwann im Lauf des abends brachen die Gewitter los.
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Alle "kuschelten" sich in der verqualmten Küche um die offene Feuertstelle und wir assen Dal.
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Am nächsten morgen waren dann endlich in Richtung Norden die hohen 7-8000er sichtbar und endlich konnte man die herrliche Landschaft bewundern, die in den Tagen davor immer nur im Dunstnebel schemenhaft erkennbar war.
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Gestern dann mein letzter Flugtag am Sarangkot in Pokhara. Anfangs ging alles gut. Dann flog ich etwas zu früh über der Antenne ab in Richtung Westen am Grat entlang. 2 weitere tacktische Fehler und ich soff jämmerlich im Tal hintern See ab. Ich machte meine erste ECHTE Leeerfahrung, landete aber hoch konzentriert und sicher auf einem der Felder. Sofort kam eine Horde Kinder angelaufen und ein alter Mann angewackelt, der wissen wollte wie ich heisse, woher ich komme etc. Eines der Mädels übersetzte mir seine Fragen mit denen er mich auf Nepali bedrängte.
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Die Kids zeigten mir den Weg zur Hauptstrasse auf der irgendwann ein Bus vorbei kommen wird, der nach Pokhara fährt. Ich musste nicht lange warten und befand mich bald in einem örtlichen Bus der Einheimischen. Ich war eingepfercht zwischen den kleinwüchsigen Nepalesen und das Gefährt ruckelte, schepperte und rumpelte in Richtung Pokhara.
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Unterwegs stiegen noch weitere Piloten zu. Von einem erfuhr ich dann, dass Babu im Krankenhaus liegt. Tagszuvor haben ihn 10 Jungs am hellichten Tag zusammengeschlagen. Step by step erfuhr ich, dass es dabei um das Recht geht wer, wie, wo sich am grossen Kuchen des Tandemgeschäfts sich ein Stück abschneiden darf. Babu scheint einer derjenigen zu sein, die gerne gegen den Strom schwimmen, wenn er irgendwelche Restriktionen oder Anweisungen schwachsinnig findet.

Ich habe den Eindruck, dass es zwischenzeitlich in Pokhara zu viele gibt, die versuchen auf den Zug des lukrativen Tandemgeschäfts aufzuspringen.

Samstag, 21. Februar 2015

Indien ruft

Nach 2 weiteren Flügen am Sirkot bin ich gestern noch einmal in Pokhara vom Sarangkot geflogen.
Der Ausflug an den Sirkot brachte weitere Erlebnisse mit sich
:
ein Hochzeitsfest mit Musik und Tanz an der Jeephaltestelle und ein heftiges Gewitter am Mittwoch abend.
So konnte man am Donnerstag endlich die Gegend klar sehen. im Hintergrund waren dann auch endlich die 8000er sichtbar.

Fuer heute, Samstag, habe ich Fluege nach Kathmandu und dann weiter nach Mumbay gebucht. Da ich in Kathmandu relativ lange bis zum Anschlussflug warten muss, hiffe ich, Zeit genug zu haben ueber die Erlebnisse der letzten zwei Tage ausfuehrlicher zu berichten.

Jetzt muss ich aufstehen und packen.

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